Interview mit Frau Beyer (Druckerei)

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Der Druck ist sozusagen die »Entbindung«, denn ein neues Werk erblickt das Licht der Welt und nichts kann mehr zurückgenommen werden, selbst die Fehler nicht!

Lesen Sie das Interview mit Frau Beyer, der Geschäftsführerin der Firma Print Express (www.print-potsdam.de).

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Peter Koppatz

Frau Beyer, Sie haben langjährige Erfahrungen durch Ihre Tätigkeit im Druckgewerbe, auch wird Ihre Serviceleistung von Studenten in Potsdam gern in Anspruch genommen. Das es da nicht immer glatt geht, kann ich mir gut vorstellen.

Ein Student möchte eine Bachelor- oder Diplomarbeit drucken lassen. Wann gibt es aus Ihrer Sicht Probleme, die vermieden werden könnten?

Frau Beyer

Normalerweise haben wir wenig Probleme, aber von einhundert Fällen sind zehn schon als schwierig einzustufen und verursachen beim Studenten wie bei meinen Mitarbeitern Mehrarbeit und unnötigen Stress. Besonders häufig entstehen Probleme, wenn die Arbeit im Word-Format abgegeben wird. Unsere Programme brechen die Seiten oft anders um als das von den Studenten verwendete Word.

Dann ist es vielleicht besser die Arbeit im PDF-Format abzugeben? Ja, auf jeden Fall. Aber auch hier muss nach der Konvertierung jede Seite nochmals kontrolliert werden. Man kann sich auf die Automatik der Programme nicht verlassen. Oft sind es einzelne Zeilen oder Fußnoten mit viel Text, die das Programm auf unerwünschte Art und Weise anders platziert als vom Autor gewünscht.

Peter Koppatz Für einen Studenten lässt sich der zeitliche Aufwand für den Druck schlecht einschätzen. Wie hoch ist er?
Frau Beyer

Man sollte schon ein wenig Zeit einplanen und nicht denken, man sei der einzige Kunde. Besonders kritisch ist es, wenn die Öffnungszeiten nicht beachtet werden. Wenn wir sonnabends um 14:00 Uhr schließen und 13:00 Uhr kommt jemand mit so einem komplexen Werk, ist das mit Überstunden unserer Mitarbeiter verbunden. Wir sind hier schon sehr gut; wenn es abgesprochen ist, kann man seine Arbeit für gewöhnlich schon am selben Tag gedruckt und gebunden mit nach Hause nehmen. Andere Anbieter liefern nicht unter zwei Tagen! Unser Ziel ist es, dass ein zufriedener und glücklicher Kunde unser Geschäft verlässt.

Erst vor wenigen Tagen kam eine Studentin, deren Word-Datei noch einmal komplett neu formatiert werden musste, das hat über drei Stunden gedauert. In dieser Zeit hat sie einen Arbeitsplatz und einen PC blockiert. Das dürfen wir dann kostenlos zur Verfügung stellen und unser Mitarbeiter darf dann ins Schwimmbad gehen. Nein, im Ernst: andere Kundenaufträge verschieben sich dann auch oder die Mitarbeiter müssen Überstunden leisten, es ist also sehr egoistisch, schlecht vorbereitet zu sein und ich frage mich manchmal, was haben die jungen Leute während des Studiums überhaupt gelernt?

Peter Koppatz Tja, grau ist alle Theorie! Was würden Sie empfehlen, wenn es gut laufen soll?
Frau Beyer

Viele Studenten machen es richtig. Sie kommen zweimal in unsere Druckerei. Beim ersten Mal erkundigen sie sich, wie viel der Druck kostet und wählen auch schon das richtige Papier aus. Für das Binden bieten wir unterschiedliche Lösungen an, die können hier ebenfalls schon betrachtet werden. Wenn diese Fragen geklärt sind, sollte man einen Termin vereinbaren, der auch noch Spielraum für unvorhergesehene Ereignisse lässt. Für die Druckdaten ist unser Grafiker gern auch bereit, die notwendigen Hinweise zu geben. Eine Konvertierung von Word ins PDF-Format ist in unserem Hause ebenfalls möglich – bitte den Zeitaufwand beachten!

Wenn Bilder im Word-Dokument enthalten sind, dann direkt in das Dokument eingebettet.

Peter Koppatz Vielen Dank für die Informationen. Ich hoffe, das die Zahl der gut vorbereiteten Studenten in Ihrer Druckerei weiter zunimmt.