Vermülltes Deutschland



Ich mag ja den Blogger Danisch, weil er eine besondere Art hat, die Welt zu betrachten, Fragen aufwirft und seinen Standpunkt ohne Rücksicht auf andere verteidigt. So hat er auch einmal zu einem Umweltskandal einen Kommentar abgegeben

`https://www.danisch.de/blog/2021/04/11/movimiento-al-socialismo-und-die-flaschen-von-bolivien/ `_

und bezieht sich auf diesen Film (den Werbemüll davor nicht eingerechnet):

`https://www.rtl.de/cms/video-see-in-bolivien-gleicht-einer-muellhalde-4732786.html `_

Zurück nach Deutschland, das den Einwohnern in Bolivien in nichts nachsteht. Besonders schön zu sehen, nach Großveranstaltungen! Aber auch der gemeine Deutsche ist zu schwach, seinen Müll bis zum nächsten Papierkorb zu schleppen, nach mir die Sintflut!

Wie ich sowas behaupten kann?

Im Frühjahr habe ich meine Fahrradstrecke wieder auf die andere Seite der Havel verlegt, nachdem ich wegen des Autolärms, geflüchtet war und eine zwei Kilometer längere Strecke auf mich genommen.

Nun ist die Betonpiste durch eine Teerdecke ersetzt worden und die Autos machen nicht mehr einen so entsetzlichen Lärm, wie zuvor – abgesehen von den Möchtegern Schuhmachern, die ab und an die Straße als Rennstrecke betrachten.

Das Lärmproblem ist also minimiert, doch nun muss man durch eine an den Uru-Uru-See erinnernde Havellandschaft radeln. Durch Mülldeponien radeln ist kein Vergnügen, also habe ich Frühjahr eine etwa 5km lange Strecke zw. Caputh und Potsdam einer Grundreinigung unterzogen. Nach drei stunden war die Strecke seit langem wieder einmal müllfrei, inklusive des Plastikeimer, an dem in den letzten Jahren sicher tausende Radler stoisch vorbeigreadelt waren (Siehe Foto).

Damit aber ist das Problem nicht beseitigt, der gemeine Deutsche hat es so gelernt und schmeißt weiter fleißig alles weg, was nicht angewachsen ist!

Und obwohl ich in Coronazeiten die Strecke nur noch einmal die Woche befahre, nutze ich die Hinfahrt um den Wochenmüll aufzuräumen, der immer noch eine halbe bis ganze Stunde Lebenszeit kostet. So kann ich mich wenigstens auf die Rücktour durch eine saubere, naturbelassene Landschaft freuen. Diese Woche war allerdings auch ein neuer Rekord zu verzeichnen. Ich durfte insgesamt 10 Covid-Masken und drei Webwerfbecher aufheben, also alle 500 Meter eine Maske. Aus welchem Material die gemacht sind will ich gar nicht fragen. Das sie kompostierbar sind, wäre mir neu.

Also machen Sie mal eine Radtour um den Schwielowsee, aber nehmen Sie bitte ihren Müll wieder mit.

Ministatistik 2021

Woche aufgehobene Masken
35 4
36 7
37 Keine Sammmelaktion
38 11
Summe 22