Magnetangeln



Angeln mit Magnet und Suchtpotential

Geht man über die Lange Brücke in Potsdam, sieht man für gewöhnlich auch ein paar Angler. Heute waren aber noch ein Mann und eine junge Frau zu beobachten. Sie warfen immer wieder ein dickes Seil mit einem Stück Metall am Ende in die Havel. Was das wohl soll? Fragen kostet nichts und bald warf ich selbst das Seil mit dem blanken Ende in die Havel!

Und warum?

Weil die unbekannte junge Frau metallische Gegenstände aus dem Wasser fischt, die Freunde brachten eben eine Fuhre Altmetall, unter anderem drei Einkaufswagen, zum Schrottplatz. Den abgebildeten Roller hatte sie noch nicht entsorgt. Einen so großen metallenen Fisch fängt man auch nicht alle Tage.

Mein erster bescheidener Fang war ein Messerschaft vom nahegelegenen Hotel »Merkur«. Wie die junge Dame berichtet, kann diese Sportart süchtig machen, das habe ich nach nur drei Würfen schon gespürt und den Platz vorsichtshalber wieder verlassen. Ein schönes Hobby das auch in Corona-Zeiten gepflegt werden kann und ein Dank an die unbekannten, freiwilligen Havel-Aufräumer.

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