Hackathon -- für Bildung


/files/2021/hackathon.webp

In der Woche vom 14.-18.06.2021 fand ein Hackathon zum Thema Schule und Bildung statt. Organisiert wurde er über das Portal »WirFürSchule«. Der Bereich, der mich interessierte, erweiterte sich um fünf weitere Mitstreiter a.G. und für diese Woche stellten wir die Lehrer a.G. in den Mittelpunkt. Die Ergebnisse können über die Linksliste am Ende des Berichts eingesehen werden.

Was mich besonders beeindruckt hat, war die Ausdauer und das Stehvermögen der Frauen im Team. Weil wir uns erst wirklich nach getaner Arbeit treffen konnten, begann die gemeinsame Projektarbeit um 19:00 Uhr und zog sich bis nach Mitternacht.

Nach dreitägiger Diskussion, Mindmap-Entwicklung und abschließenden »Clustern« dann ein Gedanke:

Ein Kalender könnte immer wieder mal einen Impuls setzen?

Nun nahm aus der diffusen Faktensammlung eine Idee gestalt an. Es blieben nur noch zwei Tage, ich zögerte. Nur eine kleine Chance bestand, einen lauffähigen ersten Prototyp zu entwickeln. Ich muss mich immer wundern, wenn propagiert wird, WIE mit NUR drei Mausklicks eine App entwickelt werden kann. Damit werden dann komplexe Wissensgebiete wie KI, Quantencomputer und die neueste Kryptowährung -- je nachdem, welche Sau gerade durchs Dorf getrieben wird -- in wenigen Stunden mit lauffähigen Anwendungen revolutioniert.

Zum Glück hatte ich eine ähnliche Kalender-Idee für ein anderes Projekt im Kopf, aber noch keine Zeit es umzusetzen. Hilfreich waren die (Vor-)Übungen der letzten zwei Monate. Und so könnte ich jetzt ganz mutig behaupten, an einem Tag eine komplette Webanwendung entwickelt zu haben. Ohne eine Vorlage, wie es mit einem Coockiecutter-Template möglich ist und meinen Studien vor dem Hackathon, wäre ich nicht so weit gekommen. Schlussendliche konnte ich eine lauffähige Anwendung erstellen.

Lustig auch wie die Lehrerschaft versucht, den Einsatz der »genderneutralen Sprache« zu minimieren, weil der Einsatz den Lesefluss dermaßen stört, das die Texte nicht vorgelesen werden können, ohne ins Stocken zu geraten und damit die Kernbotschaft des Gelesenen ganz in Vergessenheit gerät. So habe ich nun für mich eine Schreibweise erfunden, die allen und nicht nur dem weiblichen Geschlecht Rechnung trägt. Liebe Lehrer a.G. es war mir eine Freude, dieses Projekt mit Euch gewagt zu haben.

Vielen Dank für den interessanten Gedankenaustausch.

Wie versprochen die Linkliste:

PS: Nun fragt sich der geneigte Leser a.G., was das Kürzel a.G. bedeutet?

Ganz einfach: a.G. = »alle(r) Geschlechter«, das passt sogar in Neudeutsch mit »all genders«, dann halt »a.g.«

Lesestoff: »Die Rekonstruktion des Menschen«


Verlag »Das neue Berlin« 1982, 2. Auflage

Phantastische Geschichten

Elf Geschichten phantastisch ja, aber nicht außergewöhnlich. Bei den berühmtesten Vertretern, in der ersten Geschichte von Stanislaw Lem und in der letzten Geschichte der Gebrüder Strugazki würde ich sogar von »Verarschung« sprechen, einfach nur eine Aneinanderreihung von geblubber.

»Die Rekonstruktion« von Andrzej Czechowski war pointiert und viel durch ihre Kürze auf.

»Die Probe« von Janusz A. Zajdel gefiel mir durch den Spannungsbogen, schon eher wie ein Krimi angelegt. Das Ende der Geschichte und die Lösung des Problems etwas brachial.

In »Ruf der Milchstraße« von Wiktor Żwikiewicz wird das Mit- und Gegeneinander von Mensch und menschenähnlichen Wesen thematisiert. Bevor das Ende des Erzählers gekommen ist, stellt er noch eine philosophische Frage, die er im Fieber diktiert:

»In unserem Jahrhundert hat die Wissenschaft eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht, und manchmal will es scheinen, als sei sie in der Tat allmächtig. Stellen wir uns einmal vor, es sei ein künstliches Hirn geschaffen worden, doppelt so leistungsfähig wie das menschliche Hirn, doppelt so funktionstüchtig. Kann sich ein Wesen ausgestattet mit diesem Hirn, mit vollem Recht für einen Menschen halten? Was macht uns denn wirklich zu dem, was wir sind?«

Noch ein Wort zu den Abbildungen, einfach nur schrecklich, nichts sagende Schmierereien in Öl getauchter Farben auf schwarz-weiß reduziert. Schade um die Druckerschwärze und das Papier!

Lesestoff: »Gabriela«


Autor: Jorge Amado Titel: Gabriela Verlag: Volk und Welt 1982

Was mir sofort auffiel, als ich zu lesen begann, was werden die »N-Wort«-Wortverdreher sagen? Der Negerjunge Tuisca, die Negerinnen, ja sogar eine dicke Negerin, Mulattinen, Schwarze, das wird genau so benannt. Was soll ich sagen, die Geschichte spielt in einer Zeit, als es »normal« war, einen Menschen mit dunkler Hautfarbe so zu benennen. Die Zeiten der Gleichmacherei, Beschönigung und Wortverdreherei waren noch nicht angebrochen.

Dann noch die Matcho-Geschichten, die sich durch das ganze Buch ziehen, als wäre es ganz normal, sich als Mann eine Geliebte zu nehmen. Wird die Geliebte aber erwischt, wird sie und vielleicht auch der Liebhaber erschossen. Mit Gabriela erschafft Amado einen Gegenentwurf, eine moderne Frau, die sich nimmt, was gefällt und so auch den »schönen jungen Mann«, gleichzeitig bleibt sie ihrem Berufsethos treu und strebt nicht nach »Höherem«.

Neben den Bezeichnungen für dunkelhäutige Menschen, den feudalen Beziehungen und Rollen von Mann und Frau, fällt noch etwas auf. Das Gesetz wird gebrochen, wenn es für die Durchsetzung der eigenen Ziele nützlich erscheint und genauso wenig wie die Gesetze, gelten die zehn Gebote im Brasilien dieser Zeit! Es wurde und wird gemordet und die Ehe gebrochen. Nur langsam verändert sich das Land, die Menschen...

Die langathmig geschilderten kleinbürgerlichen Mileau-Studien zu lesen, war ein Kraftakt. Was bleibt sonst noch von dem Buch?

Ein Konflikt zwischen Vater und Tochter, weil sich die Brüder alles herausnehmen durften, als Mädchen blieb ihr nur die Laufbahn einer Gattin und Mutter...

Gabriela stellt sich zum Ende noch eine wichtige Frage:

Warum litten die Männer so sehr, wenn ihre Frauen mit anderen Männern schliefen? Das verstand sie nicht.

Sind wir heute schon weiter oder sind die Aufregung und die Diskussionen über die Bezeichnungen »Mohr«, »Neger«, »Schwarzer« unter Mißachtung historischer Entwicklungen der einzige Fortschritt?

Hotel geöffnet -- trotz Corona


/files/2021/insekten-hotel.webp

Trotz Corona konnte ich ein Hotel öffnen, lange geplant aber immer wieder verschoben. Mit dem letzten Baumarktbesuch dann die spontane Entscheidung und das vorgefertigte Hotel landete im Einkaufswaagen.

Zwei schöne Tage im Mai und schlagartig wurde es vor dem Hotel lebendig. Nun sind einige Räumlichkeiten bereits gebucht. Ich hatte auf Schlupfwespen gehofft, aber einige Wildbienen waren schneller.

Das ist auch das zweite Jahr, in dem ich für die Wissenschaft töte. Wie im letzten Jahr schon praktiziert, hatte ich die erste Mücke (sie macht noch keinen Sommer), eingefangen und im Kühlschrank in den Tiefschlaf befördert. Leider war es wieder eine gewöhnliche Art, aber das Müncheberger Forschungsteam antwortete mit einer E-Mail und klärte mich über die Species auf. Dazu kommt ein neuer Eintrag in den Mückenatlas. Vielleicht klappt es ja doch nochmal mit einer Tigermücke oder einer anderen Art.

Wer mitmachen möchte, kann sich auf der folgenden Website informieren: https://mueckenatlas.com/

Lesestoff: Die Allmächtigen


/files/2021/langohr-osterinsel.webp/files/2021/daeniken.webp

Es sind jetzt 22 Jahre vergangen, bis mir ein Buch aufgefallen ist, dass auf dem Cover ein Bild von den Osterinseln zeigt. An einer Replik aus Holz fahr ich ziemlich oft vorbei, allein das ist schon ein Grund es endlich mal in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig gibt es doch zu denken, was unser Hirn aussortiert oder behält! Die Veranstaltung mit Däniken, sein Vortrag, sein handsigniertes Buch, es war alles gestrichen. Nun aber folge ich seinen Gedankengängen ein zweites mal.

Zwei Zitate möchte ich hier festhalten:

Auf Seite 90 lese ich: »Wir leben ohnehin in einer Zeit, in der die Menschen zu einer Einheitssoße verrührt werden. Spekulationen über das Mögliche, über das Denkbare werden abgewürgt. Man tut dauernd so, als ob die Lehrmeinungen von sicherlich vernünftigen Leuten der Weisheit letzter Schluß seien. Und die wenigsten von uns merken, daß es sich lediglich um eine andere Ansicht, eine andere Auslegung handelt, die genausowenig bewiesen ist wie die Definition eine Kontrahenten«

Ein Bibel-Zitat auf Seite 143:

»Ihr Menschen habt Augen um zu sehen -- und seht doch nichts!«

Insgesamt ist es eine Weltreise zu vielen historischen und heute auch touristischen Orten. Machen wir also eine Weltreise, wie sie im Buch festgehalten ist. Dazu ein wenig Phantasie und viele Fragen bleiben offen oder wurden so noch nie gestellt ...

  • Ägypten -- Die Pyramiden

  • England -- Stonehenge

  • Türkei (Kappadozien/Anatolien) -- unterirdische Städte

  • Java -- Schiwa-Tempel von Prambana

  • Indien -- Tempelstadt Mahabalipuram, Kanchipuram

  • Malte -- Gleise im Gestein, der Tempel Mnajdra, Hypogäum

  • Mexiko -- Yukatan

  • Europa -- Verbindungen, wie mit dem Linieal gezogen, von Dänemark bis Griechenland

  • USA (Ohio) - Schlangengebilde

  • Chile (Iquique) -- Geoglyphen

  • Peru (Pisco, Nazca) Linien (Pisten?)

  • Ecuador -- Elefanten und andere Abbildungen (Fälschungen?)

  • Neuguinea -- neuzeitlicher Beleg wie Menschen unverstandenes modellieren, im Gedächtnis behalten und sogar verehren

  • Guatemala -- Tikal

  • Peru -- Inkafestung Sacsayhuanman

  • Bolivien (Puma Punku) -- passgenaue Formen

  • Mexiko -- Teotihuacan

  • Türkei -- Nemrud Dag

  • Singapur (Srinagar) -- Ruinen von Parhaspur, Grab des Jesu (Wallfahrtstädte der Hindus und Moslems)

  • Inselgruppe der Kiribati

  • USA (Arizona) -- Felsrizungen

  • Mexiko (Palanque)-- El Palaci

  • Brasilien (Kayapoindianer) -- Raumanzug aus Stroh geflochten?

  • Bolivien (Samaipata/Santa Cruz) -- Rillen im Gestein (eine Starbahn?)

  • Ägypten -- Flugzeugmodelle

  • Irland (Dublin) -- Dolmen, Newgrange genannt

  • Berlin, Ankara, Karnak -- Abbildungen von Mischwesen

  • Ägypten -- die Bundeslade, Manna ...

  • Kanada (Oak Island) und Frankreich -- Templerorden

  • Simbabwe -- Steinruinen

  • Peru (Picotal) -- Lochstreifenband

  • Kolumbien (San Autustin) -- Dolmen

  • Ägypten -- Pyramiden und eine Theorie zur Stromerzeugung

  • Peru -- Machu Pichu, Buritaca, die Architektur und das Weltbild der Kogi (Kagaba)

  • Indien -- Epos »Dona Parva« Städte am Himmel?

  • Honduras (Copan) -- Zahnräder und andere Radmotive

  • Altes Testament -- die Berichte des Hesekil (eine NASA-Ingeneur baut nach der Beschreibung ein Fahrzeug)

  • Frankreich (Bretangne)-- Menhire (stehende Steine)

  • Osterinseln -- Statuen von Lang- und Kurzohren

Quelle: Erich von Däniken »Auf den Spuren der Allmächtigen«

Orbis Verlag 1993