Die Achse des Bösen


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Da ist mir doch der amtierenden Präsident der USA zuvorgekommen, aber nur im übertragenen Sinne. Die Nachrichten, die ich so lese und höre haben mich zu folgender Überlegung gebracht: Wir stehen vor großen Herausforderungen z.B. Klimawandel, Digitalisierung, Atomausstieg usw. Die Weissagungen eines Herrn Gates[ 1 ] können auch noch dazugenommen werden. Was Niemand beim Namen nennt, sind die Verhinderer von Fortschritt, die größten Hemmschuhe die eine allgemeine Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen dieser Welt blockieren! Und je mehr ich darüber nachdenke, kristallisieren sich für mich die drei Bösen heraus, die auch oft interagieren und gleichzeitig bremsen, was das Zeug hält, nun sie tun es nicht direkt, es sind die Menschen, die von diesen Systemen profitieren. Es ist das Trio Waffen-Intranzparenz-Patente, halt die Achse des Bösen. Nimmt man die ersten Buchstaben haben wir »WIP« als Akronym, was so ähnlich klingt wie »VIP«, sind das hier zufällige Zusammenhänge und Ähnlichkeiten?

Waffen/Militär

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Fang ich mit den Waffen an, die Produktion ist enorm teuer, weil es sich oft auch um hochtechnisierte Entwicklungen handelt. Nur zu welchem Zweck? Es wird nichts Neues geschaffen, nur angeschafft, gepflegt und kommt selten zum Einsatz. Kommt es dann doch zum Einsatz, wird das unmenschlichste gemacht, was ein Mensch machen kann. Ein Mensch bringt andere Menschen um. Nicht nur Menschen die mit den gleichen Argumenten kommunizieren, sondern noch mehr Unschuldige und Unbeteiligte. Wird so etwas aufgedeckt, wie es Julian-Assange getan hat, wird nicht der Täter/Mörder zur Verantwortung gezogen, sondern der Überbringer der Nachricht zum "Täter" gestempelt. Ich hör es schon, was passieren könnte, wenn wir keine Waffen produzieren, besitzen und verkaufen würden?

Das muss sein, um das Gleichgewicht zu halten!

Was ist mit dem Gleichgewicht in Afghanistan? Mit welchen Waffen kämpfen dort die Taliban? Wer hat die produziert? Ich hab noch nie etwas von einer afghanischen Waffenfabrik gehört. Jeder weiß es, das Geschäft mit dem Tod, ist ein lukratives Geschäft! Wer profitiert davon? Das Militär, die Waffenproduzenten, das haben schon zwei Weltkriege und zahllose lokale Auseinandersetzungen bewiesen. Es ist Zeit die Spirale aus immer mehr und immer effektiveren Waffen zu beenden und die Produktion, den Besitz von Waffen zu ächten. Nicht nur Atombomben, sondern alle Arten von Waffen, die das töten von Menschen möglich machen. Die USA machen es vor, trotz der allgemeinen Aufrüstung bis in den kleinsten Haushalt, gibt es nicht weniger, sondern viel zu viele Tote. Ich darf noch einmal den Film "Bowling for Columbine"[ [1]_ ] erinnern.

Weil man die Dimension auf Anhieb nicht fassen kann, halte ich hier Meldungen fest, die mehr zufällig das ganze Ausmaß der Ressourcenvernichtung durch das Militär dokumentiert.

Transparenz

Das Wort Transparenz ist mit Abstand das meist geforderte Attribut, das mir in den Ohren klingt, wenn es darum geht, den Bürger und Steuerzahler nicht im Dunkeln stehen zu lassen und gefälligst aufzuklären. Was wird mit den Steuergeldern gemacht oder zu begründen warum die eine oder andere nicht nachvollziehbare Entscheidung gefällt worden ist, das wird gefordert. Das Hemmnis, ist die fehlende Transparenz an allen Stellen. Es ist ja mit Intransparenz auch gut Geld scheffeln, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Das beginnt schon mit dem Regelwerk diverser Regierungsorgane [ [2]_ ] und durchdringt als Grundprinzip alle Bereiche unserer Gesellschaft. Das beginnt beim Militär, geht über die Geheimdienste und zieht sich durch alle gesellschaftliche Bereiche. Mit welcher Begründung nehmen sich einzelne Gruppen dieses Recht heraus? Jeder Bürger zahlt Steuern und hat ein Recht zu erfahren, was damit getan wird und warum die Entscheidung so und nicht anders gefallen ist.

Patente

Zu den Patenten zähle ich auch das Urheberrecht, weil es die gleiche Masche ist. Man möchte einen Vorteil erringen und diesen behalten, um einen maximalen Gewinn damit zu erzielen. Das könnte man den Patentinhabern gönnen, wenn es nicht gleichzeitig den so hoch gepriesenen Fortschritt verhindern würde. Das zeigt sich an der aktuellen Diskussion um die Impfstoffpatente und deren zeitweiliger Aussetzung. Es ist eine heilige Kuh die geschlachtet werden soll, nein wird sie nicht, nur berührt wird sie und man wehrt sich mit allen Mitteln und würde wahrscheinlich auch nicht vor einem Krieg zurückschrecken. Wieder habe wir eine Rechnung aus der wichtige Größen einfach ausradiert werden. Die Ausbildung der Wissenschaftler, die Grundlagenforschung und viele anderen Ausgaben mit denen sich kein direkter Gewinn erwirtschaften läßt, wer bezahlt die? Die Atomkraft subventioniert und womit bezahlt? Satte Gewinne über Jahrzehnte und wer bezahlt in den nächsten 1000 Jahren den strahlenden Abfall? Wie wäre es, wenn die Aktionäre der Energiekonzerne den Müll in ihren Vorgärten lagern, denn es wird sich kein Endlager finden und alles in provisorischen Zwischenlagern verrotten und bis in alle Ewigkeit vom Steuerzahler bezahlt werden müssen. Der Aktionär hat inzwischen in andere ressourcenvernichtende Technologien investiert, dort hofft man wieder auf neue Subventionen oder Extragewinne.

Resümee

Je mehr ich über die eben genannten Faktoren nachdenke, um so sicherer bin ich, das alle Bemühungen den Fortschritt voranzutreiben nur heiße Luft erzeugen, ohne wirken zu können, solange die Hemmnisse des Fortschritts, die "Achse der Bösen", nicht beseitigt wurde.

Ich bin da ehrlich gesagt nicht sehr optimistisch, aber wollte es hier einmal festhalten, damit niemand sagen kann: Ach hätte man uns doch nur mal jemand aufgeklärt!

Mit "Schwertern zu Pflugscharen" [ 2 ] könnte man ja anfangen, dann gäbe es eine Schnittmenge zu Herrn Gates, der die Landwirtschaft als einen wesentlichen Fortschrittsfaktor erkannt hat. Nackt kommen wir auf diese Welt und genauso nackt verlassen wir sie wieder. Was machen wir nur in der Zeit dazwischen? Nun ist auch ein Biologe und Philosoph gestorben den ich hier abschließend zitieren möchte:

„Alles was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt“

Einem Außerirdischen möchte ich es nicht erzählen, was ich hier so beobachte!

1. Nachtrag:

In der Welt am Sonntag vom 06.06.2021 gab der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ein Interview. In Afghanistan kann die Nato ohne die USA nicht bleiben und unsere Demokratie verteidigen?! (Kein Thema im Interview!) aber schon wieder laut über den Schutz des Pazifikraumes lamentieren. Wo bitte sind die Grenzen von Europa? Was gibt der Mann für einen Schwachsinn von sich? Zitat: »Der Westen müsse sich dem neuen Zeitalter des globalen Systemwettbewerbs stellen.« und an anderer Stelle die Aktivitäten der Chinesen in der Welt. Wo ist die Unterstützung der afrikanischen Länder durch Europa? Nur keine Fabrik für Impfstoffe auf diesem Kontinent aufbauen und wieviele Kilometer Eisenbahnschienen wurden von deutschen Unternehmen gebaut? Die Zahl der exportierten Panzer und anderer Waffen bringt bestimmt mehr Eisen auf die Waage. Herr Stoltenberg, wie wäre es mit einem Wettbewerb um Abrüstung? Die Russen und Chinesen werden versuchen die Nato zu übertrumpfen, wetten?

Und für diesen Schwachsinn zahle ich und alle anderen Bundesbürger Steuern, 20 Jahre Afghanistan und demnächst werden die Steuergelder im Pazifik versenkt!

Die jüngere Geschichte der Ressourcenvernichtung

  • Einen kleinen Blick in den amerikanischen Haushalt zeigt, wie Unsummen für eine Minderheit (2.145.900 Soldaten und Reservisten) ausgegeben werden. Quelle: https://www.behoerden-spiegel.de/2021/06/10/usa-mehr-geld-fuer-die-nuklearwaffen-modernisierung/

    Nehmen wir mal den Faktor 10 für eine Milchmädchenrechnung und nachgordnete Dienste im zivilen Sektor, komme ich auf 21.459.000 Personen, bei einer Gesamtbevölkerung von 331.449.281. Aufgeteilt auf den Gesamtetat von 752,9 Milliarden US-Dollar wären das 350.855 Dollar pro Militärangehörige inclusive 9 weiterer Personen im zivilen Sektor, die auch für das Militär arbeiten. Auf die Gesamtbevölkerung umgerechnet sind das 2272 Dollar/Einwohner. Eine Mildmädchen-Rechnung, gewiss, aber nicht weit weg von anderen Statistiken, die ich gesehen habe. Wichtig ist, es wird für Metall, Schrott per Definition und vielfachen Tod, sinnlos produziert und Geld verschleudert.

  • Großbritannien hat vergangene Woche die Modernisierung von **148** ihrer Kampfpanzer Challenger zur Version Challenger 3 für **rund 920 Millionen Euro** in Auftrag gegeben 3 .

  • Der Fördertopf gilt damit als angenommen und wird mit einem Budget von **7,95 Milliarden** Euro ausgestattet. 2,65 Milliarden davon sollen in die "kooperative Verteidigungsforschung zur Bewältigung neuer und künftiger Sicherheitsbedrohungen" fließen. 5,3 Milliarden sind Projekten "zur Entwicklung der Verteidigungsfähigkeit" gewidmet.

  • Mit **240.000 Soldaten**, über **500 Schiffen** und fast **600 Flugzeugen** zählt die Marine der Volksrepublik China zu den größten Marinen der Welt.

  • **200 Millionen** Euro kauft die Bundeswehr Radarsysteme und Kernelektronikkomponenten für **38 Eurofighter**

  • Das Atom-U-Boot "HMS Astute", 2007 fertig gestellt und kostete rund **4 Milliarden** Euro.

  • Freuen wir uns auf den Tag, an dem die Nerven blank liegen und einer der Kontrahenten die Nerven verliert. (Die Kostenfrage kann, wie so oft nicht gestellt werden, koste es was es wolle.)

  • die russische Seite

  • die deutsche Seite

Patente & Urheberrecht

  • Ein Spiel publizieren ist nicht so einfach

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»Es gab Überlegungen, das Spiel aufzulegen, aber leider gehören uns die Rechte daran nicht. Die Liegen bei der Kartohgraphie-Stiftung Ravenstein«, sagt Justine Remus von der Museumsverwaltung.

»Spielspaß mit der Beelitzer Postkutsche«

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 27./28. Februar 2021

1

https://de.wikipedia.org/wiki/Bowling_for_Columbine]]

2

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerter:sub:`zuPflugscharen<https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerter_zu_Pflugscharen>`_

3

https://www.behoerden-spiegel.de/2021/05/10/modernisierung-der-britischen-kampfpanzer/

Lange vor »Star Wars«


Das Bekenntnis: »Ich bin dein Vater«

Ein Eintrag in einem Kirchenbuch

»Zielasken; Johann; geb. 17.08.1833, get. 25.08.1833; V: Woytek Froelich, verlangt ausdrücklich auf seinen Namen den vorstehenden Johann einzutragen, weil er der Vater ist; M: Caroine Werycke (Kölmertochter); Paten: Michael Marcynssziýk, Charlotta Klimek, Ludwig Brodowski, Bem: unehel.« 1

Das nenn ich mal eine ehrliche Haut, wie die Indaner bei Karl May es formulieren würden.

1

Günter E., Nkiulski, W.; Kirchenbücher Ostrokollen, Kreis Lyck 1832-1874; Selbstverlag Hamburg 2013, Zweiter Band, Seite 225

Aus Fehlern lernen


Ankündigung

Ein neuer (vielleicht auch schon etwas älterer) Standard: XUnternehmen wurde angekündigt. Siehe auch die Website:

https://xunternehmen.de

Darüber habe ich mich gefreut, weil:

  • ich XML gern und viel benutze

  • Standards immer gut sind

  • eine Vereinfachung von Verfahren auch lobenswert sind

Aber...

... wie es präsentiert wird?

  • Es wird ein ungültiges Zertifikat verwendet!

  • Als CMS kommt WordPress zum Einsatz und wie sich inzwischen herumgesprochen haben sollte, die Anzahl fehlerhafter Plugins und diverser anderer Bugs überproportional hoch ist.

    Kleiner Vergleich in der National Vulnerability Database

    Basis-Software

    CMS

    Eregebnis der Suche

    PHP

    28,977

    Wordpress

    3,183

    Joomla

    1,146

    Python

    551

    Plone

    93

    Django

    122

Lösungsvorschläge:

Einfach mal testen wenn es der Praktikant, Azubi oder ein Schüler aufgesetzt hat, z.B. mit:

https://observatory.mozilla.org/analyze/xunternehmen.de

Bildschirmfotos

Als abschreckendes Beispiel:

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Word-Blender-Day -- Ansichten eines Juweliers


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Es ist immer wieder spannend zu hören und zu sehen, was andere kreative Köpfe so machen. Ein Beitrag hat mir besonders imponiert, weil der Vortragende, Damien Rohrbach auch viele allgemeine wenn nicht sogar philosophische Aspekte angesprochen hat.

So hat er die Last einer Geburt beschrieben, weil die Herkunft von Mutter und Vater zu einer neuen Mischform führt. So wurde er in der Schweiz immer als Mexikaner betrachtet, die mexikanischen Wurzeln reichen auch in Mexiko nicht, um als Mexikaner anerkannt zu werden.

Sehr viel hat er über die Arbeit berichtet und klar gemacht, dass Arbeit auch etwas mit Entspannung, vielleicht sogar mit Meditation zu tun hat. Es wurde entgegnet, das die wiederholte Aneinanderreihung von Objekten doch automatisiert werden könnte. »Ja schon«, so die Antwort, aber wo ist dann der Unterschied zwischen industrieller und handwerklicher Produktion? Eine berechtigte Frage für einen Juwelier. Interessant zu hören, das es selbst bei solch »einfachen Erzeugnissen«, die von einer Person realisiert werden könnten, dann doch schon die Spezialisierung gibt und Herr Rohrbach anmerkt, dass das Schleifen der Ringe eine eigenen Wissenschaft ist, von der er unter Umständen zu wenig weiß.

Mit den Ausführungen zur Zeit, wird es dann wirklich philosophisch! Wieviel Zeit haben wir, um auf diesem Planeten etwas zu bewegen, was machen wir mit der Zeit? Wird der Zeitgewinn doch immer wieder durch neue Probleme, die man übersehen hat, zunichte gemacht? Wird durch Unrast die Gesundheit ruiniert, Herr Rohrbach muss es am eigenen Leib erfahren, sieht auch seine Unruhe, sein ständiges in Bewegung sein müssen sehr selbstkritisch. Zum Schluß dann ein Lob auf Blender und eine Demonstration seines virtuosen Umgangs mit Blender und ein paar sehr schöne Schmuckstücke aus seinem Schaffen.

Alles in allem ein interessanter Vortrag, auch abseits der Technik mit ganz persönlichen Ansichten und Einsichten.

Vielen Dank für diesen Vortrag und sobald der Stream zur Verfügung steht, werde ich ihn hier einbinden.

https://www.blendermarket.com/creators/rohrbach

NACHTRAG: Der Mitschnitt vom Stream steht nun zur Verfügung:

https://youtu.be/CWhp_feXVrA?t=16329

Genderitis, genau, em, em


Was ist eine Stilblüte? Wikipedia erklärt es wie folgt:

»Als Stilblüte bezeichnet man Formulierungen, die durch einen Missgriff in der Wortwahl oder Wortstellung, durch Versprecher oder durch Mehrdeutigkeit ungewollt komisch wirken. Viele angebliche Stilblüten sind Phantasieprodukte bzw. wenig gelungene Neologismen.«

Was ist dann die Einführung der gendergerechten Benennungen unter Mißachtung aller Sprachentwicklungen? Sprachterror nenn ich das.

Eine kleine Sammlung, was alles so geht, Stilblüte würde ich es nicht nennen. Die Benennung beider Geschlechter zerstört von Beginn an den Lesefluß und solche holprigen Texte pflege ich nicht zu Ende zu lesen, egal wie wichtig und gut gemeint die Botschaft ist. Der letzte Eintrag in dieser Tabelle ist der Anlaß es ein wenig zu dokumentieren.

Wo gehört/gelesen Beispiel Kommentar
Aus einem Slack-Channel (Juni 2021) Vom Namen her und im Beitrag outet sich die Autorin als weibliches Wesen, muss dann aber Pflichtgemä gendern. »So war ich leider nur Zaungästin.« Egal welcher Kontext, gendern kennt keine Ausnahme, egal wie bescheuert das klingt.
Deutschlandfunk (Eine Sendung zur Landwirtschft) 21. Kalenderwoche Der Moderator bemüht sich beide Geschlechter zu nennen und natürlich die Dame zuerst! Also die Bäuerin/der Bauer, aber und da wird es dann nicht lustig sondern klingt total grotesk, über seine Lippen kommt dann immer sowas wie die »Bäuerinnen und Bäuern«. Schönes Gendersprech! Obwohl ein interessantes Thema, konnte ich dem Gespräch nicht mehr folgen.
Deutschlandfunk, Forschung aktuell vom 15.04.2021 ... die Forschenden aus Spanien... Und was machen die Forschenden, wenn sie es gerade nichts tun, sind es dann die Essenden, Schafenden, Denkenden?
Welt am Sonntag
Nr. 15; vom 11.04.2021
der Gast Wie lautet der weibliche Gast, die Gästin? (Ein Artikel über gendergerechten Zwang zu formulieren!)
Hebamme Und wie nennt man die männliche Form?
Magazin »Proveg« (April 2021) Wertschöpfungskette: vom Anbau über den Handel bis hin zu den Verbrauchenden. Warum nicht einfach die Verbraucher, also zu den Verbrauchern?
Radio die Italiener und Italienerinnen Dann bitte auch die Deutschen und die Deutschinnen!

Dazu kommt dann noch, das die Antwort auf jede Frage nicht 42 ist, sondern GENAU (möglichst langgezogen) und weil man erst mal überlegen muss wie der nächste Satz richtig gegendert wird, überbrückt man die Denkpause mit »em«. Das Phänomen habe ich in jungen Jahren erstmals bemerkt, als ein Mann abgestellt wurde, um uns Lehrlinge über Liebe und Sex aufzuklären. Wir hörten bald nicht mehr zu, weil unsere ganze Aufmerksamkeit dem nächsten »em« und unserer Strichliste gehörte. Heute ist es eine Kulturfrage oder ist es schon eine Genarationenfrage oder gar eine Bewegung? Es ist Zeit die »EM-EM«-Partei zu gründen. Genau ;-)

Lieber einen weißen Spatz ...


... als eine weiße Tontaube

Kaum zu glauben, aber die Natur bringt die Gene manchmal etwas durcheinander. Wir erfreuen uns an dem weißen Spatz und den Tontauben auf dem Dach.

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Gesichtet und abgelichtet am 08.03.2021 im Schmergerger Weg in Caputh.

Lesestoff: Die Logik der Unvernunft


Autor: László Mérö Untertitel: Spieltheorie und die Psychologie des Handelns Verlag: Rowohlt Taschenbuchverlag

Im Zentrum steht die Spieltheorie die sich kaum in wenige Sätze verkürzen oder zusammenfassen läßt, deshalb hier ein Liste mit den wichtigsten Namen und Begriffen, die der Autor genannt bzw. thematisiert hat.

gemischte Strategie, Spieltheorie, reine Strategie, Zufall, kategorischer Imperativ, Goldene Regel, Asimov, Aristoteles, Descartes, Dollarauktion, Doppelspalt-Experiment, Eine-Millionen-Dollar-Spiel, Einstein, Elektron, Euklid, Gefangenendilemma, Gefühle, Gleichgewicht, Gödel, Gruppenselektion, Heisenberg, Intuition, Kant, Konfuzius, Kooperation, Logik, Lorenz, Meditaion, Mischökonomie, mystisches Denken, Nash-Gleichgewicht, Neumann, Nivana, Platon, Poker, Quantenmechanik, Rationalität, Reinkarnation, Sain-Exupéry, König Solomon, Sattelpunkt, Schrödinger, somatischer Marker, Nullsummenspiel, Spielverderber, egoistisches Gen, Tit for Tat (TFT), Wahrscheinlichkeitsfrösche, Wettrüsten, Würfel, Zen-Buddhismus, Zufall

Er verspricht wenige mathematische Formeln, verweilt aber meiner Meinung nach zu lange beim Durchspielen einzelner Szenarien.

  • Erkenntnis:

    Informationsmangel erschwert die Zusammenarbeit.

  • eine Parabel:

    In einer alten Parabel befiehlt der Herrscher den Wissenschaftlern seines Landes, das Wesen der Wissenschaft in einem einzigen Buch zusammenzufassen. Nach jahrelangen Erörterungen haben die Wissenschaftler ein dickes Buch geschrieben. Der Kaiser jedoch ist inzwischen alt geworden und erkennt, daß seine Zeit nicht ausreicht um dieses dicke Buch zu verstehen. Er befiehlt, das Wesentliche daraus so knapp wie möglich zusammenzufassen. Als nach Jahren das neue Buch fertig ist, fürchtet der Kaiser wegen seines hohen Alters, seine Zeit reiche auch nicht zum verstehen dieses Büchleins, und deswegen befiehlt er seinem klügsten Wissenschaftler, den Inhalt des Buchs in einem einzigen Satz zusammenzufassen. Der weise Mann denkt lange nach und berichtet schließlich, er habe den einen Satz gefunden, um den der Kaiser gebeten habe. Der Satz lautet:

    »Die Welt ist Kompliziert«

Wie wahr, wie wahr...

Lesestoff: Phantastik


Lange stand es im Bücherregal und ich habe es wegen der Vielzahl an Neuerscheinungen nie angelesen. Nun 40 Jahre später ist die Zukunft schon Realität und Zeit für eine Überprüfung! Der Grund sind zwei Jahreszahlen, zu denen sich die Autoren haben hinreißen lassen. In einer Geschichte wird das Jahr 2013 genannt und in einer anderen das Jahr 2023. Ich stecke jetzt also mitten in der Zukunft, denn wir schreiben das Jahr 2021.

Ich hab mich wirklich schwer getan, aber wenn ich ein Buch anfange lese ich es auch zu Ende (Ausnahmen bestätigen die Regel). Denn ich könnte ja einen wichtigen Satz und wenn es nur einer ist, verpassen!

Das Buch ist eine Sammlung von drei Autoren, wobei die erste Geschichte aus dem Jahr 1963 wirklich die schlechteste ist, oberflächlich und ohne eine mitreißende Idee. Das einzig interessante ist die Bezeichnung für einen Gebrauchsgegenstand den wir heute »Smartphone« nennen. Die Autoren haben es 1979 als »Televiofon, Televisiofon oder Videofon« bezeichnet. Ein guter Grund auf Wikipedia mal nachzusehen, wann das erste gebrauchsfähige Smartphone allgemein im Gebrauch war. Man muß es so um das Jahr 2005 einordnen. Vorher gab es schon reichlich Mobiltelefone, aber eben ohne Videofunktion. Bemerkenswert auch eine literarische Erfindung von Erich Kästner aus dem Jahr 2016 und damals wirklich Phantastik, die gewählten Worte schon fast hellseherisch gegenwärtig. Mehr dazu auf

https://de.wikipedia.org/wiki/Mobiltelefon

Und noch etwas hat mich die ganze Geschichte hindurch irritiert. Der Hauptheld der Geschichte heißt »Dar Weter« (1963) und ich habe immer wieder »Darth Vader« (1977) gelesen bzw. schoss es mir beim Lesen so durch den Kopf, zumindest eine phonetisch interessante Verwechslung und Irritation :-) Es bleibt die spannende Frage, ob George Lucas diese langweilige Geschichte jemals gelesen und ihn der Name des Haupthelden zu dem viel bekannteren Namen in seiner Saga inspiriert hat?

Weiter mit dem zweiten Autor Sewer Gansowski, er hat schon interessantere Ideen umgesetzt. Besonders gefallen hat mir die extreme Verlangsamung aller Abläufe gefallen die nahe an der Geschwindigkeit Null lagen, wovon der Held der Geschichte und ein zweiter eher »Antiheld« ausgenommen waren. Eine wirklich interessante Sicht auf das menschliche Handeln.

Brutal auch eine zweite Geschichte, in der Menschen auf der Straße gnadenlos und ohne gefragt zu werden, zu Versuchskaninchen im wahrsten Sinne des Wortes missbraucht werden. Es erinnert mich an das ungefragte Abgreifen von Daten aus den von uns verwendeten Computern oder die Belästigungen mit unerwünschter Werbung. In der Geschichte von 1979, wie heute ein unethisches, verabscheungswürdiges Verhalten.

Die Geschichten des dritten Autors, Dimitri Bilenkin, waren meist kürzer, jede für sich hat einen interessanten Aspekt, meist auch psychologischer Art berührt. aus heutiger Sicht sehr aktuell die Technikgläubigkeit. In einer der Geschichten wird ein intelligentes Haus beschrieben, das mitdenkt und wenn man so will Gedanken lesen kann, bis die Interpretationen nicht mehr synchron zu den Überlegungen der Besucher im Haus verlaufen und das Haus zu einer Falle wird. Ich muss unwillkürlich an den Hype der künstlichen Intelligenz denken, die ich immer noch auf Muster- und Bilderkennung reduzieren möchte. Allein auf diesem Gebiet gibt es jetzt schon dramatische Fehleinschätzungen und -urteile. Insofern berühren diese phantastischen Geschichten doch schon recht gut die heutige Realität.

Gnadenlos versagt haben die Geschichten, die sich auf eine Besiedlung des Mars eingelassen haben. Von touristischen Reisen und der neuen Vegetation auf dem Mars ist noch nicht viel zu sehen. Die ersten Automaten sind zwar schon unterwegs, aber die letzte Rakete, die einmal Menschen dort hin bringen soll, hat den Landetest vor ein paar Wochen nicht überstanden. Menschen auf dem Mars sicher, aber nicht in dem phantastischen Zeitraum von 40 Jahren (Buchdruck bis heute). Gut zu sehen das unsere Prognosen in Sachen Fortschritt immer noch der Realität hinterher hinken.

Damit übergebe ich das Buch der Mülltonne, denn das Papier ist so billig, das es ein Wunder ist, dass das Buch vom Druck bis heute (also die Zukunft) lesbar geblieben ist.

Vielleicht ist ja doch noch jemand neugierig geworden das Buch ist 1979 in erster Auflage auf Deutsch erschienen:

im Verlag Volk und Welt