Oranienburg

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Ist Oranienburg eine Reise wert? Ja, aber ein Tag ist zu kurz. Die erste Station ist das Konzentrationslager, zwei Stunden lesend durch die Hauptausstellung. Danach ist man schon platt. Für die Spezialthemen in den Baracken, und die Begehung des Geländes fehlte uns bei der Hitze die Kraft.

Zweiter Tagesordnungspunkt, das Schloß mit den üblichen Ausstellungsstücken, wie z.B. Wandteppichen, Gemälden, Porzellan und einigen Besonderheiten. Noch einmal gut zwei Stunden, ohne den Park zu besichtigen.

Dritte Station, ein Kirchturm, unübersehbar, im Innern der Kirche eine Ausstellung des jungen Malers Peter Krentler (1921-1941). Da ist er wieder der Krieg, mit einem Bauchschuß vor Moskau verreckt!

Wie viele Russen hat es im aktuellen Putin-Krieg bereits erwischt und damit junge Talente vernichtet? Ich hörte von amerikanischer Seite die Zahl 70000 bis 80000 Tote und Verletzte. Belastbar sind die Zahlen nicht, abgerechnet wird zum Schluss. Jeder Tote im Krieg ist ein Toter zu viel. Putin hat nun schon sehr viel Blut an seinen Fingern, ohne sich selbige schmutzig zu machen. Er könnte ja mal zu Pferde und mit freiem Oberkörper in die Kampfhandlungen eingreifen oder sich zumindest ein Bild von dem Wahnsinn machen.

Zurück zum Künstler, die wenigen Bilder dokumentieren eindrucksvoll sein Talent. Die Ausstellung ist noch bis zum 03.Oktober 2022 zu besichtigen.